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Ballonfahrten verschenken

Der Ballonsport, nein ganz allgemein der Luftsport ist natürlich eng mit dem Wetter verknüpft. Kein Wunder das bei jeder Ausbildung für einen Pilotenschein ganz egal ob Privatpilotenschein oder Sportpilotenschein (ein besonderer Privatpilotenschein zum Beispiel für das Fliegen mit Ultraleichtfliegern) im Rahmen des theoretischen Unterrichts auch die Meterologie auf dem Stundenplan steht und – man glaubt es kaum – Meterologie zählt sogar gemeinsam mit Nvigation zu den lernintensivsten Fächern die man während der Ausbildung zum Piloten genießen muss. Andere Fächer sind zum Beispiel die Aerodynamik beziehungsweise Aerostatik oder das technische Know-How das Vermittelt wird eine Einweisung in das Verhalten in besonderen Situationen darf natürlich genau so wenig fehlen wie die Informationen über das Luftverkehrsrecht und die Luftfahrt an sich.

Hat man die theoretische Ausbildung abgeschlossen, dies erfolgt auf Flugplätzen meist in den Wintermonaten wenn man keine Flugstunden nimmt und bei speziellen Flugschulen meist in einem gebündelten Seminar von 8 bis 10 Tagen. Dann geht es an die praktischen Flugstunden, auch hier unterscheiden sich die benötigten Flugstunden ganz erheblich in der Dauer.

Wer sich für einen Privatpilotenschein entscheidet braucht mindestens 45 Flugstunden, das kann ganz schön ins Geld gehen, da eine Flugstunde rund 120 Euro wenn nicht sogar mehr kostet. Günstiger kommt man dann mit einer Mitgliedschaft im Luftsportverband weg. Wer sich für eine Ausbildung zum Ballonfahrer, also für den Privatpilotenschein D kurz PPL D entscheidet, der hat ebenfalls eine sehr umfangreiche Ausbildung vor sich. Er benötigt mindestens 20 Flugstunden, darin einbegriffen mindestens 50 Starts und Landungen sowie 20 Aufrüstungen.

Und zusätzlich erfolgt die Ausbildung bei verschiedenen Wetterlagen also sowohl in den kalten Monaten als auch in den warmen Sommermonaten. Entsprechend kommt man auf eine Ausbildung von 9 bis 12 Monaten damit man auch wirklich jedes Wetter einmal erlebt hat. Im Sommer starten die Ballonfahrer übrigens meist nur um Sonnenuntergang und Sonnenaufgang herum, Grund dafür ist natürlich die starke Hitze in den Sommermonaten, die das Ballongas weiter erhitzen würde, was die Dichte verkleinert und dazu führen würde, dass der Ballon immer weiter hinauf steigen würde.

Wer eine Ballonfahrt verschenken möchte, sollte sich also einmal Gedanken darüber machen wann es ihm lieber ist bei Sonnenaufgang oder bei Sonnenuntergang, zwar gehen besonders im Winter auch andere Zeiten, doch die Aussicht ist zu Sonnenauf- und -untergängen ebenfalls besonders schön und unvergleichlich. Auch Überquerungen der Alpen mit dem Ballon sind inzwischen keine Seltenheit mehr, gehen aber ins Geld hier muss man mit rund 1200 Euro rechnen statt der üblichen rund 200 Euro pro Person, zudem fliegt man über die Alpen in einer Höhe von 5000 Metern was die künstliche Zuvor von Sauerstoff zur Folge hat.